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Weihe der Bergbau – Glocke für Mildenau und ein „neues“ Berggeschrei

Am 3. Oktober 2012 – dem „Tag der Deutschen Einheit“ – soll eine kleine Bergbau-Glocke namens „St. Petrus“ in Mildenau geweiht werden. Die Glocke wurde im letzten Jahr in der Kunstgießerei Döhler in Blauenthal bei Eibenstock extra dafür gegossen. Dieses festliche Ereignis wollen wir mit einem „Straßenfest“ in der Wiesenbader Straße begehen.

Die Bergbautradition hat auch in Mildenau historischen Ursprung:
Die Ortschronisten Hans Meyer und Heiko Melzer haben bei Recherchen im Bergarchiv Freiberg herausgefunden, dass bereits während des 16. Jahrhunderts an der heutigen Wiesenbader Straße eines von vier Mildenauer Bergbauzentren mit Huthaus, Erzwäsche, einer Pochstelle und einer Schmiede betrieben wurde. Das Mundloch „St. Petrus“ ist an der genannten Stelle noch heute existent.

Der Geschichtsweg, ein Wanderweg mit Schautafeln, der die Geschichte des Ortes mit handgeschnitzten Bildern erzählt, soll durch die Bergbauglocke erweitert werden um noch mehr Bürger und Besucher Mildenaus für die schöne Landschaft und die interessante Historie des Ortes zu begeistern. Der Geschichtsweg ist Eigentum der Gemeinde Mildenau und durch anhaltendes privates Engagement entstanden.

Am 3. Oktober jährt sich auch zum 20. Male der „erste Spatenstich“ für das Gewerbegebiet Nord. Damals standen einige Mildenauer Bürgern auf freier Flur und versuchten, den Spaten in das harte Erdreich zu treiben. Seither haben sich viele erfolgreiche Unternehmen in Mildenau angesiedelt und schaffen etliche Arbeitsplätze.
Damals, beim ersten Spatenstich, fragten sich die Mildenauer: Werden wir „fündig werden“, werden sich in Zukunft Unternehmen ansiedeln und entwickeln?! Wer konnte das damals mit Sicherheit wissen? Mit ähnlicher Hoffnung und Entschlossenheit mag man in früheren Jahren mit dem Vortrieb eines Stolln`s in den Berg, in hartes Felsgestein begonnen haben.

Das Straßenfest zur Glockenweihe und 20 Jahre Gewerbegebiet Nord in Mildenau beginnt am 03.10. 2012 um 13.30 Uhr vor dem Haus der Wiesenbader Straße in Mildenau.
Die festliche Glockenweihe steht zuerst auf dem Programm, dann die Erinnerung an den ersten Spatenstich vor 20 Jahren.
Blechbläser musizieren, der Musikverein spielt auf, Sänger bieten alte und neue Lieder, Heimat- und Bergbau-Lieder dar. Gerätschaften aus dem Altbergbau und viele Bilder sind zu sehen.
Mit Ponyreiten (bei schönem Wetter), Amethystenwaschen und einer Luftballon-Aktion wird auch für Kinder etwas geboten. Der Luftballon-Wettbewerb „Mildenau 1992 bis 2012 – Das neue Berggeschrei“ will an beides, den Bergbau und die Geschichte des Gewerbegebietes erinnern. Der Absender des Luftballons, der am weitesten diese Botschaft in die Welt trägt, wird fürstlich prämiert.

Kaffee und Kuchen, Würste vom Grill, die schmackhaften Fischsemmeln vom Erzgebirgsverein und kalte Getränke stehen bereit. Die Bergbauagentur aus Annaberg bietet ihre Waren zum Kauf an. Ein Skatch mit dem Titel „s`gieht alles d`n Bach runner“ trifft hoffentlich ins Schwarze. Die Veranstaltung wird voraussichtlich gegen 18.00 Uhr enden.

Die Glocke ist durch eine Privatinitiative ins Leben gerufen worden. Eine öffentliche Läuteordnung wurde vom Gemeinderat beschlossen. Wie auch in anderen Erzgebirgsgemeinden üblich, soll dieses Glöcklein regelmäßig zu besonderen Anlässen läuten.

Initiator:
Erdmann Paul, Pfarrer i.R.
Birkenweg 5
09599 Freiberg
Tel 03731-207580
Fax 03731-207582
Mail erdmann_paul@web.de

Verantwortliche Gemeine:
Gemeindeverwaltung Mildenau
Dorfstraße 95
09456 Mildenau
Telefon: 03733/5655-20
Telefax: 03733/5655-19
E-Mail: gemeinde@mildenau.de
Internet: www.mildenau.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Franziska Diedrich
Karlsbader Straße 1a
09456 Annaberg-Buchholz
Telefon: 0171/8521245
Mail: franziska-diedrich@gmx.de

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