Fotobilder Glück-Auf!-BLOG Pöhlberg

Verrannt?

Seit dem 02. Juni 2012 ist neben der Pöhlbergauffahrt oberhalb des Flößgrabens Richtung Pöhlbergsiedlung jede Menge durchsichtige Folie zu sehen. Und über diese wird nun heiß diskutiert.

Sicher ist erst mal, dass man sich da drin nicht verlaufen kann, da es Hinweise gibt, wo sich zum einen der Ein- und zum anderen der Ausgang befinden. 🙂

Wenn man da so als völlig neutraler Beobachter einmal das Geschehen und vor allem die Meinungen im und außerhalb dieser Installation verfolgt, wird man sehr schnell feststellen, dass man über Kunst trefflich streiten kann.

Was da im Wald zu sehen ist, ist ein Kunstprojekt von Glenn Robert West und Markus Tulpe Müller. Der 39-jährige West, der seit 2006 in Annaberg-Buchholz lebt und ursprünglich aus dem englischen Leicestershire stammt, ist in Künstlerkreisen als GRR besser bekannt. Müller stammt hingegen aus Annaberg-Buchholz, lebt aber derzeit in Berlin und arbeitet als Fotograf. Beide haben dieses Projekt „Zwischenwelten“ in den Wald gebracht. Bevor es aber nun dort installiert wurde, gewannen sie mit dieser Idee im vergangenen Jahr den Kulturwettbewerb „Annaberg goes Wilde“, aus dessen Prämiengeldern das Material finanziert wurde.
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Nun wird, wie ich bereits schrieb, über dieses Kunstobjekt doch sehr rege diskutiert. Die einen halten dies für ein grandioses Kunstwerk, die anderen für Umweltfrevel bzw. Müll. Fakt aber ist, dass durch die Medienpräsenz schon viele Besucher da waren. Und auch diese haben geteilte Meinungen. Vom anerkennenden Nicken bis hin zum verständnislosen Kopfschütteln kann man alles beobachten. Allerdings fällt dabei auf: im Labyrinth selbst wird sich fast ausschließlich positiv über dieses geäußert, außerhalb hingegen wird es kritischer gesehen und erntet auch mal heftigere Worte wie „Das braucht kein Mensch.“

Man kann sich also auch in Gedanken da drin verrennen, je nach Betrachtungsweise immer tiefer hinein oder aber ganz schnell wieder raus. 🙂

Eines haben Glenn West und Markus Tulpe Müller aber schon mal erreicht: sie haben die Aufmerksam auf sich gezogen und es wird über dieses Projekt geredet. Noch bis zum 30. Juni 2012 kann sich ein jeder selbst ein Bild von dieser Zwischenwelt machen, die sich auf einer Fläche von ca. 50 mal 200 Metern erstreckt. An verregneten Tagen hat man dabei sogar das gesamte Labyrinth für sich allein und kann es in aller Ruhe genießen. Aber selbst bei schlechtem Wetter hat es noch den einen oder anderen Besucher in dieses von Künstlern auch Plastik genannte Areal verschlagen. Der Eintritt ist frei.

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