Wirtschaft

Reden wir mal über Geld…

…ich hab sowieso keins.
Was ist die Politik und Wirtschaft doch erstaunt über die sogenannte Finanzkrise. Läppische 50 Milliarden beträgt die Finanzspritze für eine marode Bank.
Was mich wundert: alle wissen, dass die Deutschen gern spenden. Wieso kam bisher noch keiner auf die Idee, einen Spendenmarathon für Not leidende Banker zu veranstalten?
Es ist schon absurd: Ottonormalverbraucher bekommt schon keinen Kredit mehr, wenn er mal irgendwo ein paar Tausender nicht gezahlt hat. Banken hingegen schieben die Milliarden hin und her – ist ja auch angeblich ihr Geld. Und so zahlen sie auch weiterhin Managergehälter im Millionenbereich. Und nun hilft sogar der Staat den Ärmsten!
Ja, da habe ich es richtig gut. Ich muss mir keine Gedanken über mein Geld machen. Das ist sicher!
Ich hab‘ nämlich keins…
In diesem Sinne wünsche ich allen eine erfolgreiche Woche.

PS: Das musste einfach mal sein.

2 Kommentare

  1. Ja, ja, die Klagen nehmen immer dann zu, wenn es konkret wird. Natürlich ist das eine riesige Sauerei in zweierlei Hinsicht: 1. Von den Herren (Frauen sind dort kaum zu finden) in den so genannten Aufsichtsräten (fragt sich wirklich, was die da beaufsichtigen?) der Banken.
    Und 2. von der Regierung, insbesondere von Herrn Steinbrück und Frau Merkel. Da funktioniert die Koalition also am besten, wie wir vor laufenden Kameras von beiden Seiten immer wieder zustimmend nickend erleben konnten. Wenn wir kleinen Leute nur mal einen Kleinkredit wollen, da wird immer weniger genickt, sondern vielmehr der Kopf geschüttelt. Sollten wir nicht endlich unsere Köpfe auch darüber schütteln, wie wir gewählt haben? Und wem wir da unsere Stimmen gegeben haben? Nun, ich habe leicht reden aus der Ferne. Gewählt habe ich schon lange nicht mehr, aber wurmen tut es mich ja doch auch für mein Zuhause im Erzgebirge.
    Aber glaubt mir bitte, dieses Land Ungarn wird von der USA-EU-Finanzkrise auch mächtig berührt, und die Leute hierzulande sind arm wie Kirchenmäuse… (Durchschnittslohn: 470 Euro, aber die Preise fast wie in Deutschland!) – Merkt Ihr was?
    Glückaufundab aus Budapest ruft
    Gotthard B. Schicker

  2. Man sieht daran, für wen hier eigentlich Politik gemacht wird. Nicht fürs Volk, sondern für die Wirtschaft. Es ist bezeichnend wenn viele Abgeordnete, ja sogar Gewerkschafter in Aufsichtsräten großer Konzerne sitzen und sich gut bezahlen lassen. Auch ein Ex-Kanzler Schröder erhielt nach seinem Abgang ein gut dotiertes Pöstchen bei Gazprom, mit denen er in seiner Amtszeit noch große Verträge abgeschlossen hat. Wo bleibt der Aufschrei des Volkes, des mißbrauchten Stimmviehs? Eingelullt durch die Medien, die in keinster Weise unabhängig sind, ist es (im Moment noch) in Lethargie verfallen. Eine Demo bei einer Werksschließung hier, eine Demo dort. Gebracht hat das noch nie was, aber man konnte mal „frei“ und „demokratisch“ von seinem Demonstrationsrecht gebrauch machen. Die Politik juckt sowas nicht die Bohne.

    Dieses ganze Finanzsystem, aufgebaut auf Zins, Zinseszins und Spekulation und damit auf Betrug an den arbeitenden Menschen, hat sich durch ungezügelte Gier wieder einmal ins Aus manövriert. Bezahlen darf der kleine Bürger, gewinnen werden wieder die, die die Karre in den Dreck gefahren haben. Lassen sich die kleinen Leute das Geld nicht mehr an der Börse aus der Tasche ziehen (Bsp. T-Aktie), holt man es jetzt eben über die Steuergelder, die zur Rettung von eben diesen Betrügern bereitgestellt werden. Und die Politik dient als Marionette, die tanzt, wenn und wie sie tanzen soll. Warum schiebt diesem pervertierten Treiben keiner einen Riegel vor? Warum können Spekulanten mit ein paar Mausklicks Milliarden Gewinne einfahren, für die die Völker weltweit schuften müssen?

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