Annaberg-Buchholz Fotobilder Glück-Auf!-BLOG Ostern

Ein ungewöhnlicher Tausender

Im Vorjahr hatte ich erstmals über den Ostereierbaum in Kleinrückerswalde berichtet.

Heute nun besuchte ich das Prachtstück wieder und unterhielt mich mit einer der Schöpferinnen, in deren Vorgarten sich jener Pflaumenbaum befindet, der sich zu Ostern in ein buntes Farbenmeer verwandelt. Frau Evelyn Rohde erzählte mir, dass sie gemeinsam mit ihren Nachbarinnen Christa Nier und Ines Legler seit über vier Jahren diese Ostereier bemalt und sie nun in diesem Jahr die 100er-Marke geschafft haben. Jedes Ei ist ein Unikat, keines gibt es doppelt.

Nun hängen zwar 1000 Eier an dem Pflaumenbaum sowie zwei kleineren Bäumen, aber es wurden durchaus mehr angemalt. Grund ist der natürliche Schwund, der durch Bruch entsteht. Nicht Regen oder Schnee machen den Eiern etwas aus, sondern starker Wind bzw. Sturm. Da passiert es dann schon mal, das es einige von den Bäumen schüttelt und diese zerbrechen. Auch jetzt liegen bereits wieder neue „Ersatzeier“ bereits – natürlich schon fertig angemalt.
Doch nicht alles, was Bruch ist, wird entsorgt. Wenn es die Stücken noch hergeben, werden auch diese kreativ gestaltet und mit kleinen lustigen Figürchen besetzt.

Zum Anmalen verwenden die drei Frauen wasserfeste Acrylfarbe. Als Motive wird alles verwendet, was ihnen in den Sinn kommt, von Winter- bis hin zu Sommermotiven oder einfach nur mal bunte Kleckse. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Übrigen werden nicht nur Hühnereier ausgeblasen und angepinselt, sondern auch Gänse- und Wachteleier.

Die Eier werden alle vorher von den Familien ausgepustet und in den verschiedensten Speisen verarbeitet (z.B. wird ganz viel gebacken) oder aber eben auch gleich mal als Rührei verzehrt. Natürlich nicht erst zu Ostern, sondern über das gesamte Jahr. 🙂

Noch ist Platz für weitere Ostereier, aber schon jetzt ist dieser Ostereierbaum ein echter Hingucker und bereits über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
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