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Deutscher Mühlentag 20. Mai 2013 im Erzgebirge

Es ist doch total verrückt. Wir leben hier im Erzgebirge. Schon lange, eigentlich. Und dann kommt so ein Pfingstmontag. Regen ist angesagt. Die Wolken ziehen. Im Westen des Landes donnert es schon. Ja was macht mann/frau/kind da? Unserer Familienchefin fiel das Mühlenfest im Internet über die Füße, und so kam die Idee doch mal die Nase in eine erzgebirgische Mühle zu stecken. Denn, in Mühlen da regnet es ja nicht 😉

Runter vom Kanapee, rein in das Auto und 12 Minuten später waren wir in Königswalde. Es gibt hier mehrere Mühlen. Die Blechmühle und die Pügner-Mühle. Sie stehen in Sichtweite. Heeee, und dann das, unser erster Mühlentag und die erste Mühle macht nicht mit. Zu! Geschlossen. Hier eine Beschreibung, so haben wir das von einem der Zwillingsbrüder-Eigentümer bei der Erklärung, warum 2013 nicht geöffnet wurde, auch gehört.

Also Kehrtwende und auf zur Pügner-Mühle ein paar Meter weiter.
Ich sag Euch, ein Schmeckerchen. Als Wochenend- und Urlaubsdomizil seit dem letzten Jahrtausend genutzt, werden die Eigentümer immer noch als die „Zugezogenen“ gehandelt. Entweder du bist hier am Bach geboren
oder du bist ein Anderer. Das aber ist nicht nur im Erzgebirge so, oder?

Unser nächstes Ziel, die Legler Holz GmbH, ein Sägewerk. Tolles Ambiente, viele, wirklich viele Menschen mit Kindern, Rädern, Autos und zu Fuß. Wurst, Bier, Limo und nette Gespräche – und natürlich, wenn man sich nicht
dumm anstellte, die Holzwolleabteilung, die auch Holzwolle wollt, die z.B. den Stollen der Annaberger Backwaren vor größeren Beschädigungen des Transportes in alle Welt schützt, oder für das Ausstopfen von Tierkörpern
gern genommen wird. Auch Bestatter sind Abnehmer, denke nach. Eine große Brettersäge sorgt für Aufregung beim Bier trinken, wenn sie denn losrattert 😉

Na OK, sagten wir, und nun? Der Tag war noch gut in Verfassung und die Sonne liebte die Erzgebirger. Sie hielt Regen und Donner fern und forderte uns heraus.

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Die HÖLLENMÜHLE – in Großrückerswalde
Versprochen: beim nächsten Befahren des Annaberger Rings werden wir mit Fahrrad gefahren dort eingrüßen.
Ein Schnuckelchen, auf drei Etagen ist Mühle pur zu erleben. Die Leute stehen an. Sie pressen sich durch die Gänge der Angebote bis auf den Boden. Und ehrlich, nur wer im Herzen ein Müller ist, versteht das doch recht gut
erzgebirgisch dargebotene Müllerwissen. Aber das tut der Sache gar keinen Abbruch. Aus den Tiefen der Müllerrei kommend, warten Biere, Säfte ud Limos. Mühlensteine aus Bratwurst wurden zu Hunderten verzehrt.

Und nun kommt der Höhepunkt:
Eine Dixi-Band spielte in Hof auf. Leute, das war neben den zarten Mühlsteinen der Knaller des Tages.
Nur. Ich habe den Namen der Band verpeilt. Wer halt helfen kann, melde sich bitte 😉

Fazit:
Schnürt die Senkel und wandert, radelt oder lauft los. Es lohnt sich.
Die Mühleninhaber im Erzgebirge haben was in der Pfanne und im Faß.
Alle lernen was Gescheites.
Die Luft im Erzgebirge inspiriert Geist und Seele.
Was glaubt Ihr, passiert nach einem solchen Tag?

Lasst es uns wissen, danke 😉

PS Fazit:
Es scheint heute keine Schande mehr zu sein, eine ordentliche Webseite anbieten zu können.
Das gehört zum guten Ton und bietet Service,
Was die Webseite Ins-Erzgebirge zeigt, ist schon ein guter Anfang, kann aber auch nur auf Vorhandenes verweisen, leider.
Bessere Webseite der von uns besuchten Mühlen wären besser.
Liebe Mühlen-Müller, tut bitte etwas für Euch im Internet.  😉

 

1 Kommentar

  1. Gerne.
    Wir kommen 2014 wieder zum Mühlentag. Es gibt da ja noch mehr Mühlen im Erzgebirge zu sehen 😉 Eine tolle Erfindung diese Tage. Was mich fasziniert ist ja, wie schwer die Menschen damals arbeiten mussten, aber, sie hatten immer ein Mehl für ein Brot im Haus, denke ich mal.

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