Jede Stadt hat ihr Pläsier, Wo das Volk bei Wurst und Bier, Kommt der Sommer erst heran, Sich vergnügen soll und kann. Vogelwiese, Schützenfest, So was hat doch jedes Nest! Doch die grösst´ Spezialität Ist die Annaberger Kät!
Pfeifen, Knarren und Gequiek, Schreien, Quietschen, auch Musik, Schmalzgeruch und Würstelduft Füll'n bei Tag und Nacht die Luft. O wie schön ist solch Geschrei! Doch wohnet nahebei Ist entsetzt und stöhnt und fleht: O die Annaberger Kät!
Allerlei ist hier zur Stell': Alle Arten Karussell, Achter-, Rutsch- und Tunnelbahn, Hippodrom und Schaukelkahn, Krinoline, Riesenrad Wird benutzt von Gung und Maad. Jede Art von Bahn sich dreht Auf der Annaberger Kät!
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Wachsfigurenkabinett, Riesendamen, zierlich, nett, Zaub'rer und dressierte Hund', Schauerdramen, grell und bunt. Zirkus und Theater gar Spielt aus Liliput die Schar. Das und noch viel mehr ihr seht Auf der Annaberger Kät!
Hast die Sinne du ergötzt, Wird der Magen nun geletzt. Kaffee, Kuchen, Wein und Bier, Zucker, Sahne, kaufst du dir. Saure Gurken, Aal und Eis, Limonade, kalt und heiss, Dir dort zur Verfügung steht Auf der Annaberger Kät!
Auch dem Glück gibt man die Hand, Spielt um Sessel, Bälle, Tand, Wirft und würfelt, raadst ud schiesst Um Gewinne, die du siehst. Doch das schönste Raadsen wär' Ein recht großer Teddybär! Den hat niemand noch verschmäht Auf der Annaberger Kät!
Erschienen in der Erzgebirgs Rundschau - Kätzeitung 1996 |