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Besuch im Erzgebirgsmuseum Annaberg

Nachdem ich mir heute die ersten Vorbereitungen für den Annaberger Weihnachtsmarkt angeschaut habe, bin ich auf dem Rückweg gleich mal durch das Erzgebirgsmuseum geschlendert.
Und es hat sich seit meinem letzten Besuch doch einiges getan – leider nicht so sehr zum Positiven.
Über die größten Perönlichkeiten der Zeitgeschichte unserer Stadt findet der Besucher hier nicht allzuviel. In einer Ecke Barbara Uthmann, in einer anderen etwas Adam Ries. Gut, Ries hat ja ein eigenes Museum unweit von diesem hier, muss also nicht unbedingt sein.
Aber: über einer Tür hängen vier Portaits von ehemaligen Bürgermeistern Annabergs: Scheibner, Dr. Krug, Voigt und…
Ja, hier darf der geneigte Besucher raten, wer dies ist. Bei den anderen stehen zumindest die Daten ihres Kommen und Gehens bei. Ansonsten weitere Hinweise Fehlanzeige. Man muss sie also schon kennen, um zu wissen, wer sie waren.
Über andere Persönlichkeiten dieser Stadt wie Felix Weise oder Heinrich Köselitz findet man nichts. Schade eigentlich, denn sie waren prägend in ihrer Zeit. Dafür gibt es aber über irgendeine Kachelofenfirma fast einen ganzen Flur zu bewundern. Sind auch – zugegeben – herrliche Exemplare dabei.
Wie Herr Schicker bereits schrieb, konnte man früher wenigstens den Weihnachtsberg in Betrieb sehen. Doch auch dies ist nicht mehr möglich. Ein Hinweisschild macht den Besucher darauf aufmerksam, dass dieses mechanische Meisterstück nicht mehr in Bewegung gezeigt werden kann.
Auch wies Herr Schicker darauf hin, dass über die Zeitgeschichte der letzten knapp 100 Jahre nichts zu finden sei.
Fast richtig! In den Kellerräumen wurde eine Mineralienausstellung eingerichtet, welche sogar eine Vitrine enthält, welche an die Zeit der SDAG Wismut erinnern soll. Doch auch hier sollte der fremde Besucher schon sehr genaue Geschichtskenntnisse haben, denn über die WISMUT selbst erfäht man hier so gut wie gar nichts – wie überhaupt in fast keiner Beziehung auf politisches Zeitgeschehen (bis auf eine kleine Ecke über Martin Luther und eben der Uthmann) eingegangen wird.Fazit meines Besuches: Als Annaberger muss ich dort nicht hingehen, da ich dies alles bereits kenne und in anderen Museen größtenteils mehr über die Geschichte incl. der verschiedenen politischen Epochen unserer Region zu erfahren ist. Und der Name ERZGEBIRGS-Museum ist wohl in diesem Fall mehr als übertrieben.

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